Abtreibung

Unter einem Schwangerschaftsabbruch - umgangssprachlich auch Abtreibung versteht man die Entfernung oder hervorgerufene Ausstoßung des Fruchtsacks mit dem Embryo oder Fötus aus der Gebärmutter.

Ein Schwangerschaftsabbruch erfolgt heutzutage meist durch chirurgische Vakuumaspiration (Absaugung) oder wird durch Medikamente induziert („Abtreibungspille“). Er dient der Beendigung einer ungewollten oder die Gesundheit der Frau gefährdenden Schwangerschaft.

Als Spätabbruch bezeichnet man Abbrüche nach der 14. SSW. Solche Spätabbrüche werden zumeist aufgrund einer schweren Behinderung des Fötus vorgenommen, seltener wegen einer unmittelbaren gesundheitlichen Gefährdung der Schwangeren.

Dabei wird eine künstliche Fehlgeburt bzw. Totgeburt ausgelöst. Ein Abbruch nach der 14. SSW wird wegen möglicher Komplikationen nur in Krankenhäusern durchgeführt. Etwa ab der 22. SSW kann es bei Spätabbrüchen vorkommen, dass die Föten überleben, meist jedoch mit schweren oder sehr schweren Behinderungen.

Um Lebendgeburten zu verhindern, wird deshalb bei möglicherweise gegebener Lebensfähigkeit des Fötus diesem oft Kaliumchlorid injiziert, welches einen Herzstillstand auslöst, oder die Blutzufuhr der Nabelschnur unterbunden da nach dem Gesetz jeder Arzt verpflichtet ist, lebensverlängernde Intensivmaßnahmen nach der Geburt sofort einzuleiten, unabhängig vom Hintergrund der konkreten Situation.





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