Amniozentese / Fruchtwasseruntersuchung

Fachausdruck für Fruchtwasseruntersuchung.

Der Eingriff ist etwa ab der 14. Schwangerschaftswoche möglich. Zur Vorbereitung der Fruchtwasserentnahme ermittelt der Arzt durch eine Ultraschalluntersuchung zunächst die Lage des Kindes in der Gebärmutter um eine geeignete Einstichstelle zur Fruchtwasserentnahme zu finden.

An der ausgewählten Stelle wird unter Ultraschallkontrolle eine dünne Nadel in die Bauchdecke und weiter in die Fruchtblase eingeführt. Wohin die Nadel geht, kann über den Ultraschall exakt kontrolliert werden. Eine Verletzung des Ungeborenen ist deshalb äußerst unwahrscheinlich.

Das Fehlgeburtsrisiko nach dem Eingriff liegt bei 0,5 bis 1 Prozent

Es werden etwa 10 bis 15 ml Fruchtwasser entnommen. Aus den kindlichen Zellen, die im Fruchtwasser schwimmen, lassen sich im Labor die Chromosomen darstellen. Im Labor werden die Zellen, die sich in der Probe befinden, weiter gezüchtet und vermehrt. Diese Zellen sind abgestoßene Zellen der Haut, des Magen-Darm-Trakts und der Nieren des Kindes.

Erste Ergebnisse der Fruchtwasseruntersuchung können durch den FisH-Test bereits nach 24 bis 48 Stunden vorliegen, wenngleich die Langzeitkultivierung für eine umfassende Diagnostik abgewartet werden muss.

Schonung nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff sollte sich die Schwangere einen Tag lang konsequent schonen.

Die Fruchtwasserentnahme dauert in der Regel 5 bis 15 Minuten. Die meisten Frauen empfinden den Einstich der Nadel in die Bauchdecke so wie den einer gewöhnlichen Injektion (bei Blutabnahmen o.ä.). Er ist in aller Regel nicht mit besonderen Schmerzen verbunden, so dass auf eine Betäubung der Einstichstelle meist verzichtet wird.





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