Baby Blues/Wochenbettdepression

Der Baby Blues oder die Wochenbettdepression. Meist ist es der dritte Tag nach der Geburt an dem mehr als 50 Prozent der frischgebackenen Mütter ein seelisches Tief erleben, das sie sich nicht erklären können. Sollten sie nicht einfach überglücklich sein?

Es ist ein Zusammenwirken körperlicher und seelischer Faktoren auf die dieses Stimmungstief zurückzuführen ist. Der Hormonspiegel verändert sich, die Mutter fällt in ein tiefes ‚Hormonloch’ und das Geburtserlebnis wirkt nach.

So sehr sich die junge Mutter das Kind gewünscht haben mag, jetzt wird ihr deutlich bewusst, dass nichts mehr so sein wird wie früher. Die Frau muss, vor allem beim ersten Kind, einen tiefgreifenden Wandel ihrer Identität verarbeiten und sich von ihrem alten, ungebundenen Leben verabschieden.

Pause im Beruf, dadurch finanzielle Einbußen, die plötzliche Abhängigkeit vom Partner, die Veränderung der Partnerschaft, fehlende Freizeit, der Tagesablauf abgestimmt auf ein kleines Etwas das alle 2 – 4 Stunden lauthals Nahrung und Pflege fordert.

Dazu kommt am dritten Tag der auch noch der Milcheinschuss. Die Brüste sind so geschwollen, dass schon leichte Berührung weh tut und es kommt auch noch die Angst dazu, dass das Stillen nicht klappt. Denn das Anlegen hat sich natürlich auch noch nicht eingespielt.

Auch ein Grund, warum Frauen insbesondere in dieser Phase viel Ruhe brauchen. Hier sollte der Partner versuchen, den Besucherstrom zu bremsen, wenn sich die Besucher die Türklinke in die Hand geben. Lieb gemeint ist der Besuch bestimmt, doch die Wöchnerinnen haben so keine Chance sich zwischendurch auch einmal auszuruhen.

In diesen Tagen hilft es der jungen Mutter besonders, wenn ihr Partner verständnisvoll mit ihr umgeht. Die kleinsten Gedankenlosigkeiten können sie jetzt kränken. Da braucht vom Partner nur ein “falsches Wort” zu kommen, und schon fließen die Tränen wieder. Die meisten Mütter erholen sich schnell wieder.

Nur in sehr seltenen Fällen findet eine Frau nicht von selbst wieder aus dieser Depression und benötigt dann die Hilfe eines Psychotherapeuten.





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Ein Kommentar zu “Baby Blues/Wochenbettdepression”

  1. Oh ja, unter Wochenbettdepression habe ich auch gelitten. Das war ganz schlimm. Mir hat mein Mann damals auch viel Ruhe verschafft. Er hatte sich mit Infos aus dem Babyratgeber schnell viele Tipps angelesen. Ich finde, jemand sollte, mal eine Linksammlung von all solchen Ratgebern wie diesem und dem, den mein Mann genutzt hat, zusammenstellen. Da gibt es doch sicher eine Menge weiterer nützlicher Tipps.

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