Blasensprung

Der Fruchtwasserabgang, ugs. der Blasensprung, ist für Sie das Startsignal: Denn auch wenn der Blasensprung selbst noch kein Geburtsbeginn ist, so kann er diesen auslösen.

Wenn die Fruchtblase platzt, läuft warme Flüssigkeit an den Beinen hinunter, ohne dass die Frau zuvor Harndrang verspürt hat. In diesem Fall ist es wichtig, möglichst rasch und ohne zögern ins Krankenhaus zu gelangen, da das Baby in der Gebärmutter nicht mehr geschützt ist.

Es besteht die Gefahr einer Infektion oder die Nabelschnur kann nach unten rutschen und vor dem Kopf des Babys am Muttermund zu liegen kommen. Wenn dann der Kopf des Kindes nachschiebt, drückt er die Nabelschnur ab und innerhalb kürzester Zeit wäre die Sauerstoffversorgung des Kindes nicht mehr gewährleistet.

Allerdings kann es aber auch vorkommen, dass das Baby schon fast auf der Welt ist und die Fruchtblase immer noch nicht geplatzt ist. In diesem Fall wird der Arzt die Fruchtblase vor dem Einsetzen der Presswehen öffnen.

Egal ob die Fruchtblase von selber platzt oder ob der Arzt das Öffnen übernimmt – es tut nicht weh. Wenn die Fruchtblase bereits Wochen vor dem errechneten Geburtstermin platzt, spricht man von einem vorzeitigen Blasensprung.

Bei einem vorzeitigen Blasensprung hängen die Überlebenschancen für das Kind ganz entscheidend vom Zeitpunkt der Schwangerschaft ab!

Findet der Blasensprung vor der 26. Schwangerschaftswoche statt, sind die Aussichten für den Fötus schlecht. Liegen allerdings keine Infektionen oder vorzeitige Wehen vor, wird abgewartet. Mutter und Kind werden genauestens überwacht.

Zwischen der 26. und 32. Schwangerschaftswoche sind der Nabelschnurvorfall oder die plötzliche Ausstoßung des Fötus die größten Gefahren. Eventuelle Infektionen müssen vermieden werden. Die Schwangere wird im Krankenhaus beobachtet und unter Umständen mit wehenhemmenden Medikamenten behandelt.

Bei einem Blasensprung in der Zeit von der 33. bis zur 35. Schwangerschaftswoche wird versucht die Geburt solange hinauszuzögern, bis die Lungenreife des Babys abgeschlossen ist, die sich allerdings durch Cortisonspritzen an die Mutter fördern lässt.

Falls nötig werden auch hier wehenhemmende Medikamente verordnet. Durch die gewonnene Zeit kann dem Baby die Möglichkeit gegeben werden, die notwendige Lungenreife noch vor der Geburt zu erlangen.





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