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Der Monster-Trend

Die neuen hippen „Kuscheltiere“ eignen sich eher für Erwachsene

Braune Knopfaugen waren gestern – heute glotzen und schielen Kuscheltiere und zeigen Zähne. Aber kleine Kinder finden die neuen „lustigen“ Trend-Monster eher uninteressant.

Kinder müssen lernen die Mimik eines Wesens zu erforschen

Sie sind grauschwarz, unförmig, asymmetrisch, sie tragen Narben, haben kahle Stellen – und sie gehören nicht ins Kinderbett. Denn was für große Menschen niedlich sein mag, ist es für kleine noch lange nicht. „Kinder müssen erst lernen, die Mimik eines Wesens zu erforschen“, sagt die Spielzeug-Expertin Sybille Engstrom. „Was ist gut, und was ist böse?“ Dies unterscheiden zu können sei existenziell und deshalb einer der ersten Entwicklungsschritte im Leben. Das Böse ist eben nicht unser Freund.

Gut und Böse

Die neuen hippen „Kuscheltiere“ verwischen die Grenze zwischen Gut und Böse, die Kinder erst entdecken müssen. Aber schaden sie dem Nachwuchs wirklich? „Einem gut eingebundenen Kind kann ein Spielzeugmonster nichts anhaben“, sagt Sigrid Zverina, „es wird sich nur kaum dafür interessieren.“

Anders sei dies bei traumatisierten Kindern, „die theoretisch mit ihrem Kuscheltier eine Ersatzbindung eingehen könnten“, so die Kinder- und Jugendpsychologin. Löst das trendige Plüschmonster dann nur Abscheu aus, statt dem Bedürfnis nach Nähe gerecht zu werden, stört es laut Zverina die Bindungsfähigkeit des Kindes – dann kann sogar ein Kuscheltier Schaden anrichten.

Quelle: Gruner + Jahr, Eltern



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