Die Tipps der Babyflüsterer

Die Tipps der Babyflüsterer

Was macht Säuglinge fröhlich, ausgeglichen und zufrieden?

Bindung, Körperkontakt, Spielen und Lernen, Schlaf und Ruhe, Essen und Trinken – das sind die fünf Basics für ein zufriedenes Baby. In der der Zeitschrift ELTERN kommentierten vier anerkannte Experten diese Stichwörter und geben ihre „Babyflüsterer-Tipps“.

Babyflüsterer-Tipps

Prof. Dr. Sabina Pauen, Entwicklungspsychologin aus Heidelberg, über Bindung: „Ein Baby ist zufrieden, wenn es Halt in Beziehungen findet. Zuverlässigkeit ist ein Muss. Das Baby soll spüren, dass seine Grundbedürfnisse befriedigt und seine Signale rasch und liebevoll beantwortet werden. Diese „Feinfühligkeit“ bedeutet aber nicht, dass Eltern beim kleinsten Pieps springen müssen.“

Keine Angst vorm Verwöhnen

Dr. Herbert Renz-Polster, Kinderarzt aus Ravensburg, über Körperkontakt: „Keine Angst vor dem Verwöhnen! Nähebedürfnis ist bei Babys eingebaut. Denn es sicherte schon in der Steinzeit ihr Überleben. Wie viel ein Baby davon will, ist auch Charaktersache. Es gibt pflegeleichte Kinder, die sich gern mit sich selbst beschäftigen, und solche, die viel Nähe einfordern.“

Bitte kein Leistungsdruck!

Simone Ring, Hebamme in München, über Spielen und Lernen: „Ein Kind braucht im ersten Jahr keine lauten, glitzernden Spielsachen. Viel interessanter sind Alltagsgegenstände wie Löffel oder Töpfe. Auf die Babys stürmen ohnehin so viele Reize ein. Und Mütter machen sich großen Leistungsdruck: Was kann mein Kind schon? Dabei ist es wichtig, jedem Kind seine Zeit zu lassen.“

Schlaf und Ruhe

Prof. Dr. Manfred Spitzer, Neurowissenschaftler aus Ulm, über Schlaf und Ruhe: „Normalerweise pendelt sich ein Rhythmus ein, der nur unterbrochen wird, wenn das Baby zahnt oder krank wird. Ist der Rhythmus erst mal gefunden, sollte man versuchen, ihn einzuhalten, und den Tag entsprechend strukturieren. Das ist für alle entspannter.“

Essen und Trinken

Prof. Dr. Sabina Pauen über Essen und Trinken: „In Muttermilch ist alles drin, was ein Baby für seine körperliche Entwicklung braucht. Die notwendigen Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger enthält kein anderes Getränk. Sechs Monate Stillen sind ideal, aber auch weniger ist schon gut. Im Übergang hilft eine Mischung aus Stillen, Fläschchen und fester Nahrung, um das Kind satt und zufrieden zu machen.“

 

Quelle: Gruner + Jahr, Eltern





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