Fruchtwasser

Das Fruchtwasser dient vor allem als Stoßdämpfer, um einerseits die Mutter vor den Bewegungen des Kindes, andererseits aber auch das Kind selbst zu schützen. Aber es soll dem Ungeborenen auch möglichst viel Bewegungsfreiheit bieten.

Im Fruchtwasser kann sich das ungeborene Kind bewegen und ist abgeschirmt gegen Druck, Stöße und Temperaturschwankungen von außen. Ab der 14. Woche seines Lebens trinkt es in kleinen Schlucken vom Fruchtwasser, gegen Ende der Schwangerschaft sogar bis zu drei Liter pro Tag!

Was das Kind schluckt – oder was im Gewebe der Mutter versickert – wird sofort nachproduziert. Fruchtwasser enthält neben Eiweiß und Zucker auch Kalzium, Natrium, Kalium und Spurenelemente.

Das Kind pinkelt mittlerweile auch ins Fruchtwasser, trotzdem ist das Fruchtwasser – wie auch der kindliche Urin – steril.

Das Fruchtwasser setzt sich aus mütterlichen und kindlichen Anteilen zusammen. Während der mütterliche Teil aus dem mütterlichen Blut über die Plazenta kommt, gibt das Ungeborene Flüssigkeit über Haut, Lunge, Nieren und Nabelschnur ab.

Beschaffenheit und Menge des Fruchtwassers sind ein Spiegel der gesundheitlichen Verfassung und der Entwicklung des heranwachsenden Ungeborenen. Verschiedene Erbkrankheiten und chromosomal bedingte Besonderheiten lassen sich z.B. mittels einer Fruchtwasseruntersuchung, nachweisen.





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