Geburt als Performance: Künstlerin will vor Publikum entbinden

Geburt als Performance: Künstlerin will vor Publikum entbinden

Da denkt man mit der geplanten Live-Geburt via Webcam einer 32-jährigen Kanadierin sei der Gipfel der seltsamen Ideen rund um die Geburt eines Babys erreicht, da ereilt uns auch schon die nächste Idee einer New Yorker Künstlerin.

Geburt als Performance?!

Marni Kotak, so der Name der Dame, plant ihr Kind in einer Galerie vor Publikum zur Welt zu bringen. Die „Performance“ trägt den Titel „The Birth of Baby X“ und begann bereits am Samstag in der Microscope Gallery im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Der Geburtstermin ist zwar erst in fünf Wochen, doch die Künstlerin/Mutter meinte, dass ihr Baby bereits jeden Moment zur Welt kommen könnte.

Und so möchte sie nun jeden Tag in einem so genannten „Geburtszimmer“ anwesend sein, um das Kind – es ist übrigens ihr erstes Baby – dann auch vor den Ausstellungsbesuchern gebären zu können.

„Ich habe mich dazu entschlossen, weil ich Menschen zeigen will, dass das wirkliche Leben die beste darstellende Kunst ist“, so Marni Kotak.

Weiters meinte sie, dass sie vor der Entbindung nicht mehr Angst hat, als jede andere Schwangere. „Mein Mann, Freunde und eine Hebamme stehen mir zur Seite.“

Bis die Wehen einsetzen, können die Besucher der Ausstellung Videoinstallationen und andere Kunstwerke Kotaks besichtigen. Auf der Internetseite der Galerie gibt es auch schon ein Ultraschall-Bild des „Galeriebabys“ zu begutachten.

Genauso wie die Kanadierin die ihr Baby live im Internet zur Welt bringen will, weiß auch die New Yorker Künstlerin nicht ob sie ein Mädchen oder einen Jungen erwartet. Da frage ich mich – auch wenn es nicht das Um und Auf ist, das Geschlecht seines Kindes vor der Geburt zu wissen – wie interessiert diese beiden Frauen wirklich an ihren Babys selbst sind. Oder ob es nur um die „Performance“ geht, die die Geburt eines neuen Lebens für die beiden zu sein scheint.





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Ein Kommentar zu “Geburt als Performance: Künstlerin will vor Publikum entbinden”

  1. Hallo,

    ich finde die Idee gut. Die spannende Frage ist ja, ob die Kunst das Leben immitiert oder nicht doch das Leben die Kunst :-). Ich würd‘ mir das schon anschauen, allerdings wäre nach 3 h Schluss.
    Zitat: „Da frage ich mich – auch wenn es nicht das Um und Auf ist, das Geschlecht seines Kindes vor der Geburt zu wissen – wie interessiert diese beiden Frauen wirklich an ihren Babys selbst sind.“
    Da sehe ich jetzt wirklich keinerlei Zusammenhang. Die Unterstellung, dass die Frauen wegen aus Aktionskustgedanken heraus schwanger geworden sind, halte ich persönlich für hochgradigen Schwachsinn.

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