Ignorante Frauenärzte

Also, das ist jetzt meine dritte Schwangerschaft. Und nach jeder Schwangerschaft hab ich den Frauenarzt gewechselt.

Warum? Nun ja, es ist eine Sache wenn man einmal im Jahr zur Kontrolluntersuchung hingeht oder – wie es eben während der Schwangerschaft so ist – alle paar Wochen.

Foto by pixelio.de/albrecht-e-arnold

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In dieser speziellen Situation zeigen sich dann nämlich die Unzulänglichkeiten bei Vertretern dieses Berufsstandes, angefangen bei der Unfähigkeit Termine einzuhalten. Dass man sich bei Ärzten auf eine gewisse Wartezeit einstellen muss, ist klar. Doch wenn man seinen Termin um 7.50 Uhr morgens hat – wo er um 8.00 Uhr aufsperrt – und dann bereits 4 Frauen im Wartezimmer sitzen, die alle vor einem drankommen, dann fragt man sich doch, wie dort eingeteilt wird.

Klar könnte man den Frauenarzt einfach wechseln.
Wenn man in der Stadt lebt und man aus einem größeren Angebot wählen kann.

Im außerstädtischen Bereich ist frau leider oft auf das vorhandene Angebot angewiesen.

Mein jetziger zum Beispiel hat seinen Computer – meiner Ansicht nach – nur als Raumzierde auf seinem Schreibtisch stehen. Und nicht um sich über die Anamnese und Geschichte seiner Patientinnen zu informieren.

Denn bei fünf Vorsorgeuntersuchungen jedesmal gefragt zu werden, wo ich denn entbinden will, find ich zum einen schon sehr seltsam und zum anderen auch nervend.
Oder jedesmal den Rat zu bekommen, einen Bogen um Katzen zu machen, da ich keine Toxoplasmose Antikörper habe.
Der gute Mann nimmt mir aber schon aus genau diesem Grund bei jedem Besuch wieder Blut ab.

Auch haben sich mein Liebster und ich schon mit dem guten Doc ausführlich über den Namen für unser Kleines unterhalten.
Und beim letzten Ultraschall fragt er nun, ob wir denn wissen wollen was für ein Geschlecht unser Kind hat…

Nachdem wir in der Frühschwangerschaft auf seine Überweisung hin eine Fruchtwasseruntersuchung machen ließen, wissen wir das jedoch schon seit längerem. Und er eigentlich auch…

Manches sind sicher Sachen, die ich im Moment kritischer betrachte, als im „normalen“ Leben. Also ohne so dermaßen „hormongesteuert“ zu sein wie jetzt.

Aber – sollte ein Gynäkologe sich nicht besonders um seine schwangeren Patientinnen kümmern können? Wie kann ich mich denn jetzt sicher fühlen, dass es meinem Baby wirklich gut geht?

Ist er nur bei nicht so wichtigen Sachen dermaßen unaufmerksam oder auch bei bei wirklich entscheidenden?
Muss ich mir jetzt doch über meine Gewichtszunahme von bis jetzt doch 17 kg Gedanken machen?
Der Gyn hat es ja eigentlich nie wirklich angesprochen.

Hat er es überhaupt wahr genommen???





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