Lasst die Kids ins Elternbett!
Foto / Privatarchiv T.R.

Lasst die Kids ins Elternbett!

Eigentlich war ich nicht immer dieser Ansicht, ja ganz im Gegenteil – bevor ich selber Kinder hatte, habe ich es ganz schrecklich gefunden wenn andere Eltern davon erzählt haben, wie der Nachwuchs des Nachts ins Elternbett kam. Und mir hab ich geschworen, dass meine Kinder NIE mein Bett übernehmen werden…

Nun ja – meine ersten 3 Kinder belehrten mich dann schnell eines Besseren. Nach etlichen durchwachten Nächten, die ich entweder damit verbrachte die Kinder wieder in ihre jeweiligen Betten zu bugsieren oder am Fußboden vor den Kinderbetten zu wachen, damit die Kleinen in diesen blieben, kam ich dann doch zu dem Schluss, dass es wohl maximal ein Phyrrussieg wäre, den ich hier erringen könnte und öffnete Schlafzimmertür und Elternbett.

Nun weiß wohl jede Mutter und jeder Vater wie viel Platz schon ein einziges Kind im elterlichen Bett beansprucht und dann das ganze mal drei… Wir hatten ständig einen Kinderfuß oder -arm im Gesicht und waren wohl dauernd im Begriff aus dem Bett zu fallen.

Rückblickend weiß ich jedoch wie schnell die Zeit vergeht in der dein Kind/deine Kinder bei dir im Bett schlafen möchten und das ist mit ein Grund, warum unsere Nachzüglerin erst gar nicht um das Recht bei uns im Bett schlafen zu dürfen kämpfen musste – sondern dieses Recht von Geburt an hatte. Wann immer sie es möchte.

 

Eine weitere Überlegung ist Folgende:

Einsame Menschen schlafen schlechter…

Ok – das ist die Schlagzeile eines Zeitungsartikels den ich soeben gelesen habe und er bestätigt das, was ich mir bei Mini und dem Schlafen schon die längste Zeit denke.

Mama & Papa schlafen gemeinsam in einem Zimmer, ja sogar in einem Bett und die kleine Mini müsste alleine in einem anderen Zimmer schlafen? Das fühlt sich (jetzt – bei meinem 4ten Kind) für mich einfach nicht richtig an.

In diesem Artikel wird also geschrieben:

Amerikanische Forscher haben festgestellt, dass sozial isolierte Menschen unruhiger schlafen als Menschen, die sich in einer Gemeinschaft aufgehoben fühlen. Nach Ansicht der Forscher ist der Einfluss der Einsamkeit auf die Schlafqualität aus evolutionärer Sicht gut erklärbar. Der Mensch musste sich früher auf ein sicheres soziales Umfeld verlassen können, um zu überleben. Nur im Schutz der Gruppe konnten unsere Vorfahren schlafen, ohne beispielsweise Angst vor wilden Tieren haben zu müssen.

Wenn aber dieses Gefühl der Sicherheit fehlt, führt dies instinktiv zu höherer Wachsamkeit und einem Gefühl der Unsicherheit. „Dieses manifestiert sich dann in Anspannung und einem unruhigen Schlaf“, schreiben die Wissenschaftler.

Ich möchte, dass mein Kleine kein Gefühl der Unsicherheit hat, möchte dass Minis Urvertrauen in ihre Eltern so lange wie möglich erhalten bleibt.

Niedergelegt wird sie zwar immer in ihrem Bettchen, doch wenn sie in der Nacht aufwacht und zu uns kommen möchte, dann soll sie das auch dürfen – so oft sie möchte und so lange sie das möchte.

Ach ja, bei meinen großen Kids – den Maxis sozusagen – möchte ich mich hiermit in aller Form entschuldigen dass ich versucht habe, ihnen das elterliche Bett vorzuenthalten. Aber immerhin wart ihr zu dritt…





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