Mama-Typen im Überblick
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Mama-Typen im Überblick

Beste Freundin, strenge Autoritätsperson oder übereifrige „Helicopter-Mom“ – Muttertypen gibt es viele und Überschneidungen sind möglich.

Ob überbesorgte Glucke, strenge Regentin oder modebewusste Latte-Macchiato-Mutter: Mamas gibt es in den verschiedensten Ausprägungen. Hier jetzt eine kleine Typologie; nicht ganz frei von Klischees.

Best-Friend-Mom:

junge oder jung gebliebene Mutter. Gibt sich gerne lässig und tritt bevorzugt mit der Tochter im Partner-Look auf. Klamottentausch und gemeinsame Friseur-Besuche gehören zum Alltag. Ihr größter Triumph sind Komplimente wie „Ihr seht Euch zum Verwechseln ähnlich“ oder „Ich dachte, Du wärst die ältere Schwester“. Kann für den Nachwuchs „sehr cool“ sein, aber auch extrem anstrengend. Der Abnabelungsprozess in der Pubertät fällt mitunter schwer – „Du brauchst doch keine Geheimnisse vor mir zu haben.“

Latte-Macchiato-Mutter:

auch Bionade-Mutter genannt. Bevorzugt in gentrifizierten Großstadt-Vierteln anzutreffen. Während der Partner Projekte umsetzt oder „irgendwas mit Medien“ macht, verbringt sie ihre Vormittage in kinderfreundlichen Cafés. Sie schlürft Soja-Frappuccino und für den kleinen Friedrich oder die süße Lotta gibt es ein Glas Milchschaum („Baby Latte“). Der Freigeist der Jugend ist neuer Engstirnigkeit gewichen: Es bringt sie auf die Palme, wenn im Kindergarten das hochwertige Bio-Essen ausgeht oder Fahrräder dem Luxus-Kinderwagen den Weg versperren.

Helicopter-Mom:

eine moderne Abwandlung der „Glucke“, die ihre besten Zeiten bereits hatte. Die Helicopter-Mom kreist wie ein Hubschrauber über ihren Kindern. Der Mutterinstinkt nimmt schnell Überhand. So verfolgt sie sämtliche Aktivitäten der Kinder auf Facebook oder steht gerne mit dem Minivan vorm Schultor, damit der längst pubertierende Nachwuchs nicht mit dem Nahverkehr zur Ballett-Stunde oder zum Querflöten-Kurs fahren muss. Sie organisiert eifrig den Tagesablauf der Sprösslinge und würde am liebsten die komplette Lebensplanung übernehmen. Bereits kurz nach der Geburt fürchtet sie den Tag, an dem die „Kleinen“ ausziehen.

Tiger-Mutter:

Trend aus Asien. Hierzulande vor allen durch den Bestseller „Die Mutter des Erfolgs: Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte“ von Amy Chua bekannt geworden. Die chinesisch-amerikanische Yale-Professorin setzt bei der Erziehung ihrer Töchter auf Zwang und Drill und drohte auch mal damit, Stofftiere zu verbrennen, um ihre rigiden Maßnahmen durchzusetzen. Die stets korrekt gekleideten Kinder von Tigermüttern sollen bereits im Vorschulalter Geige spielen und eine zweite oder dritte Fremdsprache fließend sprechen. In der westlichen Welt von einigen auch als „Monster Mom“ bezeichnet. Sie ist das krasse Gegenteil zur Chaos-Mutter.

Chaos-Mutter:

verfolgt den anti-autoritären Erziehungsstil der Alt-68er. Strenge Regeln sind tabu – Kinder sollen ihre Grenzen selbst finden. Zu Hause, in der Wohngemeinschaft oder auf dem Kommunen-Bauernhof herrscht kreative Unordnung. Wildes Toben, Klettern, sich dreckig machen – alles ist erlaubt. Mama und Papa finden es uncool, als solche bezeichnet zu werden und lassen sich gerne mit dem Vornamen anreden. Die Kinder – oft im Pippi-Langstrumpf-Look – werden später vorzugsweise Künstler. Oder aber – und das wäre ihre eigene Form der Rebellion – Spießer.

Momdaddy:

immer häufiger zu sehen – die alleinerziehende Mama. Muss ein gewisses Organisations-Talent an den Tag legen. Schließlich ist sie Mutter und Vater in einem und arbeitet meist Vollzeit, um die Kinder zu ernähren. Diese werden schnell zur Selbstständigkeit erzogen. Die Momdaddy plagt ständig ein schlechtes Gewissen, etwa wenn sie aus Zeitnot schon wieder zur Fertig-Pizza greifen muss oder sich nicht an der Renovierung des Klassenzimmers beteiligt. Die Kinder lieben sie dennoch über alles.





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