Nabelschnur

Die Nabelschnur ist die Verbindung zwischen Mutter und Kind im Mutterleib. Über die Nabelschnur erhält das Ungeborene die notwendigen Nährstoffe und Sauerstoff. Nach der Geburt wird die Nabelschnur abgeklemmt und dann einige Zentimeter über dem Nabel durchtrennt. Der verbliebene Nabelschnurrest vertrocknet und fällt nach 5-8 Tagen ab.

Mit dem Fötus wächst auch die Nabelschnur. Sie ist am Ende der achten Woche 15 Millimeter lang, gegen Schwangerschaftsende durchschnittlich 60 Zentimeter lang und bis zu 15 Millimeter dick. Zwei dünne, aber kräftige Arterien ranken sich in der Nabelschnur um eine weiche, dicke Vene.

Über die Vene holt sich das Ungeborene frisches, mit Sauerstoff und Nahrung angereichertes Blut aus der Plazenta. Über die beiden Arterien fließt das mit Abfallstoffen beladene Blut in den Kreislauf der Mutter zurück.

Manchmal werden Kinder mit einer um den Hals geschlungenen Nabelschnur geboren. Doch auch das ist in 99 Prozent der Fälle ungefährlich. Nur vereinzelt wird dadurch die Blutzirkulation und damit die lebensnotwendige Versorgung des Kindes beeinträchtigt.

Allerdings kann es aber während der Geburt zu einer Verklemmung und Abpressung der Nabelschnur kommen; z.B. wenn sich die Fruchtblase vorzeitig öffnet und sich die Nabelschnur vor den Kopf des Kindes in den Geburtskanal legt.

Der Arzt muss dann versuchen, das Baby entweder sofort mit einem Kaiserschnitt zu holen oder den Kopf durch die Vagina etwas zurückzuschieben. So kann er eine ernste Gefährdung des Kindes in den meisten Fällen fast immer verhindern.





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