Offene Wunden

Bei jeder offenen Wunde muss vermieden werden, dass Keime in die Wunde eindringen.

Darum vermeiden Sie es, über eine offene Wunden gebeugt zu sprechen. Betasten oder berühren Sie die Wunde nicht unnötig!


  • Schürfwunden sehen oft gefährlicher aus als sie sind. Bei Schürfwunden ist nur die oberste Hautschicht verletzt.
  • Schnittwunden haben glatte Ränder und bluten stärker. Das sieht zwar gefährlich aus, schwemmt aber die Keime besser aus. Gefährlicher sind allerdings Schnittwunden, die durch Fleischmesser oder an fleischhaltigen Konservendosen entstanden sind, da Fleisch viele Keime enthält. Machen sie den behandelnden Arzt unbedingt darauf aufmerksam, wodurch die Verletzung entstanden ist.
  • Platzwunden, Quetschwunden und Risswunden sind die häufigsten Wund-Verletzungen. Platzwunden am Kopf bluten zwar vorerst sehr stark, die Blutung hört allerdings oft nach kurzer Zeit von selbst auf.
  • Kratzwunden und Bisswunden stammen meist von Tieren oder anderen Kindern. Sie sind praktisch immer mit Keimen verschmutzt (auch wenn es nicht so aussieht) und müssen besonders sorgfältig behandelt werden.

Maßnahmen

  • Bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie das Kind zu beruhigen.
  • Wichtig: Immer so sauber wie möglich arbeiten!
  • Stillen Sie die Blutung. Die meisten Blutungen werden nach kurzer Zeit von selbst schwächer oder hören ganz auf. Kalte, feuchte Tücher (z.B. Waschlappen mit kaltem Wasser) fördern die Blutstillung und kleben nicht an der Wunde fest.
  • Wenn das Blut spritzt oder pulsiert: Decken Sie die Wunde sauber ab (z.B. Verbandmaterial, sauberes Handtuch), und legen Sie dann einen Druckverband an. 

    So wird ein Druckverband angelegt:

  • Binden Sie eine verpackte Verbandrolle mit einem Verband fest auf die Wunde. Sie können auch ein Handtuch kompakt zusammenrollen und es mit einem weiteren Handtuch fest auf die Wunde knoten. Wichtig ist, dass Druck aufgebaut wird – nicht, dass der Verband perfekt aussieht. Der Druck darf aber nicht so groß sein, dass die Durchblutung ganz unterbrochen wird. Prüfen Sie immer, ob der Puls jenseits des Verbandes tastbar ist. Wenn nicht, lockern Sie den Verband etwas.
  • Versuchen Sie zur Information des Arztes zu schätzen, wie viel Blut das Kind verloren hat (Wie viel Blut war auf dem Boden? Wie viele Handtücher waren blutdurchtränkt?)
  • Bei nicht stark blutenden Wunden: Reinigung mit Wund-Desinfektionsmittel (es gibt mittlerweile zahlreiche Produkte, die nicht brennen!).
  • Decken Sie jede Wunde sauber ab (Verband, sauberes Handtuch). So wird die Wunde vor Keimen geschützt und das Kind hat weniger Schmerzen.
  • Vermeiden Sie unnötige Bewegungen des verletzten Körperteils.
  • Fahren Sie zum nächsten Kinderarzt/Krankenhaus oder rufen Sie den Notruf.  Wichtig: Nehmen Sie den Impfpass des Kindes mit! So lässt sich am einfachsten feststellen, ob der Tetanusschutz aufrecht ist.
  • Bei Tierbissen oder Tierkratzwunden: Falls vorhanden – Impfpass des Tieres einpacken (Tollwutschutz?)

 





Kategorien: Baby & Kleinkind, Erste Hilfe Tipps
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