Schwangerschaftsmythen und Ammenmärchen

Schwangerschaftsmythen und Ammenmärchen

Foto by aboutpixel.de/Jan Kropp

Welche Schwangere kennt das nicht?
Gut gemeinte Ratschläge, ungefragt erhaltene gute Tipps (was heißt „gute Tipps“? Es sind die einzig wahren und die einzig richtigen Tipps. Alles andere könnt Ihr sofort vergessen…) und – natürlich – die Schwangerschaftsmythen.

Das alles bekommt man ungefragt und ungewollt von Leuten aus der Familie, Arbeitskollegen, der Nachbarin und sogar von irgendjemanden den man kaum kennt. Sozusagen von Hinz und Kunz.

Einiges steckt man mit einem Achselzucken oder einem Augenzwinkern weg, manches macht einfach nur sauer und wenige Dinge geistern doch im Kopf herum – ist es vielleicht doch wahr, was die Putzfrau aus dem Büro behauptet? Immerhin hat die zwar kein einziges eigenes Kind, aber doch an die 20 Nachbarskinder.

Nur keine Panik! Gut informiert könnt Ihr getrost diese – oft angstmachenden – Geschichten vergessen.

Und für alle Fälle könnt Ihr hier nachlesen, was es mit den zahlreichen Schwangerschaftsmythen auf sich hat.

Schwangere müssen für zwei essen!

Eine dieser Phrasen bei der man spätestens nach dem dritten Mal wenn man sie zu hören bekommt, einfach nur noch unfreundlich reagieren will.

Der Mehrbedarf einer Schwangeren liegt schließlich nur zwischen 200 und 300 Kalorien und wichtig ist vor allem die Qualität der Nahrung.

Also müssen wir uns nicht doppelt ernähren, sondern einfach nur doppelt so gesund! Mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Milchprodukten.

Werdende Mütter lieben saure Gurken!

Versucht mal als Schwangere saure Gurken zu essen, ohne dass irgendjemand dazu einen Sager loslässt. Glaubt mir, das ist unmöglich! Es ist das Klischee schlechthin und wir Schwangeren sollen es doch Bitteschön auch bedienen!

Fakt ist – schwangere Frauen essen nicht mehr saure Gurken als alle anderen Frauen!

Wenn dir sehr übel ist, dann wird es ein Mädchen/ein Junge!

Allein dass dieser Ausspruch in jeder Geschlechtsvariante getätigt wird, sagt doch schon alles über seinen Wahrheitsgehalt aus, oder? Auch wenn verschiedene Forschungsergebnisse der „Mädchenübelkeit“ einen gewissen Wahrheitsgehalt zusprechen möchten. Über das Geschlecht des Babys bestimmen nun mal die Chromosomen, über das Ausmaß der Übelkeit das Schwangerschaftshormon.

Ein Mädchen raubt der Mutter die Schönheit!

Na bravo! Es ist eine langjährige Überlieferung die sagt, dass eine Mädchenschwangerschaft die Mutter hässlich werden lässt. Und vermutlich das Wunschdenken unverbesserlicher Machos. Ob die werdende Mutter unter Pickel und glanzlosem Haar leidet, entscheiden bloss ihre Hormone und nicht die des Kindes. Ganz egal, welches Geschlecht das Baby hat.

An der Form des Bauches erkennt man das Geschlecht des Babys!

Ein spitzer Bauch deutet auf einen Jungen hin. Ein runder Babybauch zeigt, dass es ein Mädchen wird. Und die Linea Nigra ist ein sicheres Zeichen für Zwillinge.

Alles Unsinn – einzig die Anatomie der Mutter bestimmt die Form ihres Babybauches.

Allerdings kann man sich damit einen schönen Spaß machen. Wenn man nämlich selbst das Geschlecht seines Kindes bereits kennt und dann seiner Umwelt beim Prophezeien zuhört.

Leidet die Schwangere unter Sodbrennen, hat das Baby viele Haare!

Ja, klar. Die Kleinen schwimmen ja in unseren Mägen herum. Denn dort entsteht das Sodbrennen nämlich.

Und durch die wachsende Gebärmutter, wird der Magen nach oben gedrückt. Außerdem entspannt sich auch die Muskulatur. Und dies führt alles zu Sodbrennen.

Das war nun der erste Teil über allgemein beliebte Schwangerschaftsmythen.
Falls Ihr Eure ganz persönlichen Favoriten dabei nicht gefunden habt, nur her damit! Wir freuen uns über jede Zuschrift!

Bis zum nächsten Mal alles Gute!
Wünscht Eure Iphigenia





Kategorien: Magazin, Schwangerschaft & Geburt, Tipps für Schwangere
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