Suppenkaspers Erben – oder aus dem Essverhalten der 2-jährigen

Suppenkaspers Erben – oder aus dem Essverhalten der 2-jährigen

Da hat Ihr Kind lange Zeit ganz brav gegessen und plötzlich verweigert es die Nahrungsaufnahme. Was ist passiert?

Meistens gar nichts Besonderes – im Kleinkindalter entwickeln unsere süßen Schätze allerdings so manche Eigenheiten. Und im Trotzalter angekommen, testen sie beim Schlafen gehen oder eben beim Essen aus, wie weit sie sich uns widersetzen können.

Bleiben Sie gelassen!

Sobald Ihr Kind bemerkt, wie wichtig es Ihnen ist, dass es gut isst, wird es die Nahrungsaufnahme als Druckmittel benutzen und den Mund gar nicht mehr aufmachen. Zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Essen – denn da werden Sie bei Kleinkindern ohnehin verlieren, da alles wieder ausgespuckt werden wird!

Bleiben Sie allerdings ruhig und gelassen und überbewerten das Essen nicht, wird das Kleine essen wenn es hungrig ist.

Bieten Sie dem Kind immer wieder etwas zu Essen an. Obst, Butterbrote oder andere Kleinigkeiten in mundgerechte Stückchen geschnitten und machen Sie so wenig Wind wie möglich darum. Hat es Hunger, wird es essen. So einfach ist das. Und solange Ihr Kind einen aktiven Eindruck macht, besteht auch kein Grund sich zu sorgen. Auch dann nicht, wenn das Kleine immer wieder ganze Mahlzeiten ausfallen lässt.

Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!

Hin und wieder kann es auch passieren, dass Ihr Kind zwar hungrig ist, ihm aber irgendetwas „dazwischen kommt.“ Das kann einfach ein besonders intensives Spiel sein, das einfach keine Zeit zum Essen lässt oder ein ausgewachsener Wutanfall, wenn man das Kind – trotzdem es gerade spielen möchte – doch zum Esstisch setzt.

Das Kleine fühlt sich in seiner Bewegungsfreiheit und seiner Handlungsfreiheit eingeschränkt, kann nichts dagegen tun und fühlt sich unendlich hilflos. Es kommt zu einer Panikreaktion, die nicht zuletzt das Kind selbst am meisten überrascht und belastet. Dennoch kann Ihr Kind seine Emotionen noch nicht kontrollieren, es muss sie förmlich ausleben. Vergessen Sie dabei nicht, Ihr Kind möchte Ihnen damit nichts Böses tun! Es benimmt sich nicht absichtlich schlecht! Es wird schlicht und einfach größer und „erwachsener.“ Bei einem Trotzanfall geht es nicht um den Trotz selber, es geht um Abnabelung und das Erlernen von Selbständigkeit.

Mama, lass mich nicht allein!

Auch wenn Sie während eines Trotzanfalls scheinbar nichts für Ihr Kind machen können, wenden Sie sich nicht von ihm ab und schimpfen Sie nach Möglichkeit auch nicht mit dem Kleinen! Ihr Kind braucht Sie jetzt! Mehr noch, als es Sie ohnehin noch braucht. Versuchen Sie Ruhe zu bewahren und nehmen Sie Ihr Kind, wenn der Trotzanfall vorbei ist, in den Arm und zeigen ihm, dass Sie es lieb haben. Kleine Kinder sind nach so einem Anfall, der auch für sie selber extrem anstrengend ist, besonders liebesbedürftig!

Übrigens – sobald der Trotzanfall vorbei ist, wird der kleine Trotzkopf auch wieder gerne etwas essen!

 

 





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