Toxoplasmose

An sich ist die Toxoplasmose eine weitverbreitete Infektionskrankheit.

Doch während die Toxoplasmose für einen gesunden Menschen im allgemeinen eine harmlose und folgenlos ausheilende Erkrankung ist – häufig verläuft die Toxoplasmose-Infektion gänzlich unbemerkt – kann die Krankheit in der Schwangerschaft nach Übertragung auf den Fötus zur Fehlgeburt führen oder teilweise schwere Schäden hinterlassen, besonders Schädigungen des kindlichen Gehirns.

Daher ist die Toxoplasmose-Erstinfektion in der Schwangerschaft ein ernstzunehmendes Problem.

Werdende Mütter sollten deshalb besser auf rohes Fleisch verzichten und sich nach dem Würzen von Fleisch gründlich die Hände waschen. Katzen können Toxoplasmose durch ihren Kot übertragen. Das Reinigen der Katzentoilette sollte für die Zeit der Schwangerschaft daher nicht die Aufgabe der Schwangeren sein.

Die Diagnose kann allerdings leider nur über eine Blutuntersuchung gestellt werden.

Die Symptome sind grippe-ähnliche Beschwerden wie Fieber und Kopfschmerzen oder Anschwellen der Lymphknoten im Nackenbereich. Allerdings gibt es keine typischen Symptome, die sofort an Toxoplasmose denken lassen.

Die Toxoplasmose kann medikamentös behandelt werden, wobei die Wahl der Medikamente in Bezug zur Schwangerschaftswoche getroffen wird, um das ungeborene Kind nicht durch die Therapie zu gefährden.

Die Toxoplasmose-Behandlung dauert mindestens 4 Wochen und die Schwangere sollte eine – durch einen entsprechend ausgebildeten Gynäkologen – ausführliche Ultraschalluntersuchung durchführen lassen um eine Schädigung des Kindes auszuschließen.

Um tatsächlich festzustellen, ob die Toxoplasmen das Ungeborene erreicht haben, kann eine nach der 20. Schwangerschaftswoche durchgeführte Fruchtwasseruntersuchung Aufschluss geben.





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