Ugotchi animiert Volksschüler zum Turnen
Foto by BMLFUW/Bernhard Kern

Ugotchi animiert Volksschüler zum Turnen

Ein kleines gelbes Küken soll Österreichs Volksschüler nicht nur zu mehr Bewegung und gesünderer Ernährung motivieren, sondern auch deren Umweltbewusstsein fördern: Ab 16. April geht die Initiative „Ugotchi“ in die nächste Runde, rund 40.000 Taferlklassler nehmen diesmal teil.

Auch im siebenten Jahr steht der Lebensstil im Mittelpunkt, diesmal kommen allerdings die Aspekte Umwelt und Nachhaltigkeit hinzu, erläuterte Umweltminister Nikolaus Berlakovich bei einem Pressegespräch am Freitag in Wien.

Zehn bis 15 Prozent des Nachwuchses sind übergewichtig, schilderte Sportunion-Präsident Peter Haubner. Die bundesweite Bewegungsinitiative soll die Sprösslinge spielerisch zu gesünderem Lebenswandel animieren. Dazu zählt eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung, aber auch auf den ersten Blick kleinere Verhaltensänderungen: mehr Wasser trinken und Obst essen, genügend schlafen oder auch ein aktiver Schulweg werden ebenso propagiert wie der Verzicht auf Süßes. In diesem Sinne wird gespielt, geturnt und das Wissen über eine gesündere Lebensweise erweitert.

Dabei setzt man heuer erstmals auch ganz bewusst auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz

„Die Kinder fungieren dabei als Botschafter, die das Thema in die Familien hinein tragen“, meinte Berlakovich im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung am Freitag. Die teilnehmenden Schulklassen sammeln im Rahmen des vierwöchigen Programms Punkte, am Ende wartet eine Verlosung von Geschenken, Gutscheinen und Action-Paketen. Spiel und Spaß sollen das Interesse und die Begeisterung wecken und den Grundstein für eine lebenslange Haltung legen.

Eine viertel Million Taferlklassler haben sich bisher von dem lustigen Küken motivieren lassen

Seit 2007 wurden durch das Projekt „Ugotchi“ rund zwei Drittel aller österreichischen Volksschulen erreicht. Heuer nehmen 171 Vereine teil, 425 Semester- und Jahreskurse, 250 Camps, Skikurse und Sportfeste sowie 76 Übungsausbildungen stehen zur Verfügung. Eine erste wissenschaftliche Evaluation belegt nun auch offiziell den bisherigen Erfolg des nach dem flauschigen Maskottchen benannten Programms, wie Sportwissenschafter Michael Kolb der Universität Wien darlegte: „Die Thematik ist in die Lebenswelt der Kinder eingedrungen.“ Die Aktion bringe „deutliche positive Verhaltensveränderungen“ – ob diese allerdings auch langfristig aufrecht zu erhalten sind, werde sich zeigen. Zu den interessantesten Ergebnissen zählt die Tatsache, dass der Nachwuchs unter der Woche weit mehr Bewegung macht als in der Freizeit. Hier sind die Eltern in der Pflicht, etwa die Angebote von Sportvereinen auch zu nützen.

Die Hauptphase findet im April und Mai in allen Bundesländern Österreichs statt, denen auch das beliebte Maskottchen einen Besuch abstatten wird. Derzeit deckt das Projekt bundesweit rund 26 Prozent der Volksschulen ab, wobei Niederösterreich mit 36 Prozent positiv und Kärnten mit 16 Prozent negativ heraussticht.





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