Unser Papa Kind!

Unser Papa Kind!

Unsere Kleine ist jetzt knapp über zwei Jahre und vor Kurzem hatte sie so ihre erste richtige Papa Phase. Meine Frau war schon fast eifersüchtig auf das was sich da abspielte. Plötzlich bekam der Papa Bussis, es wurde mit dem Papa geschmust und bei Angst wurde so und so bei Papa der Schutz gesucht. Ich als Vater bekam eine breite Brust und es war wunderschön.

Da marschierten wir aus der Wohnung und im Stiegenhaus: „Papa nehmen“ – „Na klar nimmt dich der stärkste Mann der Welt und trägt dich über die Stiegen“, auf der Straße  „Papa nehmen“ – „Na klar  beschütze ich dich vor den ganzen bösen Autos“ und am Spielplatz wurde ich so richtig zum Kumpel: „Papa rutschen, Papa Sand, Papa schaukeln“. Erstmal sah ich ein, dass diese Liebe doch auch sehr anstrengend war. Meine Frau nahm es mit einem „Sie gehört jetzt dir“ zur Kenntnis. Ihre angehende Eifersucht war verflogen und wechselte zu einem: Wie mache ich mir das zu-Nutzen-Lächeln!

Als der Abend kam und unzählige „Papa spielen, Papa Klo, Papa essen,…“ noch folgten, wusste ich nicht was noch auf mich zukam. Beim Niederlegen fragte meine Frau dann unsere kleine Tochter: „Wer soll dir denn eine Geschichte vorlesen“ und schmunzelte schon dabei, Antwort klarerweise: „PAPAAAA!!!“ – Meine Frau machte es sich vor dem Fernseher gemütlich und ich las meiner Tochter eine Geschichte vor bis sie einschlief, was sie natürlich viel braver und schneller machte, als jemals bei der Mutter :) und für mich wunderschön war.

Um ca. 3:00 Uhr, zu dem Zeitpunkt an dem die kleine Prinzessin für gewöhnlich nicht mehr alleine im Gitterbett sein will, hallte es durch die Wohnung: „PAPA, PAPA, PAPA“. Okay, ich weiß nicht ob ich das Lächeln meiner Frau sah, aber ich spürte es auf alle Fälle. Es muss kurz danach gewesen sein, dass mich meine Tochter wieder bei mir meldete: „Papa gaugau!!“. Übersetzt ist das ihre höfliche Bitte nach ihrem Frühstückskakao. Nach gemeinsam Klo gehen, waschen und anziehen fragte meine Frau mit einem breiten Lächeln: „Wer soll dich denn in die Kinderkrippe bringen?“ – Na eh klar: „PAPA!!“. Es ging noch einige Tage so weiter, bis eines Nachts plötzlich und ganz unvermutet ein lautes „MAMAAAA!!!“ diese erste Papa Phase unseres Lieblings beendete und es sich wieder „normalisierte“, was gleichzeitig bedeutete, dass die meiste Arbeit nun wieder die liebe Mama hat. Bei mir war ein lachendes und ein weinendes Auge dabei. So anstrengend es ist, sich „alleine“ um das Kind zu kümmern, genau so schön ist es auch.

Ich freue mich schon auf die nächste Papa Phase unserer Tochter und möchte natürlich jetzt schon für immer ihr großer Held und einziger Mann in ihrem Leben bleiben – das wird es aber (hoffentlich) auch nicht spielen!

-GR-

 





Kategorien: Baby & Kleinkind, Erfahrungsberichte, Magazin
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