Wir gehen jetzt in die Kinderkrippe

Wir gehen jetzt in die Kinderkrippe

So, nun hat uns bald der Alltag wieder. Nach 2 Jahren ausgiebiger Kuschelzeit, muss die Mama nun wieder ins Berufsleben einsteigen und Mini fängt in der Kinderkrippe an.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Schon bevor der erste Tag naht, macht sich ein wenig Aufregung breit. Bei der Mama, Mini weiß schließlich nicht, was auf sie zukommt. Man überlegt, wie es werden wird. Ist der Abschiedsschmerz ein großer? Wird es der Kleinen gefallen.  Wird sie Freunde finden? Mag sie ihre „Tante“ – die ja heute nicht mehr Tante, sondern nur beim Vornamen genannt und mit dem eher sperrigen Wort Kindergartenpädagogin bezeichnet wird? Und als Mutter von bereits erwachsenen Töchtern, fürchte ich mich am meisten davor, dass nun auch bei der Kleinen die Zeit so unglaublich rasch vergeht und sie „übermorgen“ schon ihren Schulabschluss macht.

Die ersten Tage

Dann ist er da, der erste Tag eines neuen Lebensabschnittes. Die Kleine wird in ein hübsches Kleidchen gesteckt und wir machen uns auf den Weg in die Krippe. Heute darf die Mama noch mit hinein in den Gruppenraum und gemeinsam entdecken wir nun den Ort an dem sich in Zukunft ein großer Teil des Lebens von Mini abspielen wird. Selbstverständlich wird auch die Kindergärtnerin argwöhnisch – aber hoffentlich unauffällig – beobachtet. Immerhin wird diese nun, als erste Person außerhalb der Familie, eine wichtige Vertrauensperson für unser Kind werden.

Schon nach einer halben Stunde ist der Zauber für heute vorbei. Gruppenraum und Kindergärtnerin haben uns für sich gewonnen und wir fühlen uns wohl. Mini weint, weil sie noch nicht nach Hause gehen mag.

Am nächsten Tag freuen wir uns sehr auf den Kindergarten. „Kindergarten juchu“ ruft die Kleine als sie das Gebäude entdeckt. Da freut sich das Mutterherz!

Der zweite Tag gestaltet sich so, dass wir Mamis auf einem Stuhl Platz nehmen und uns ruhig verhalten. Wir sind also anwesend, jederzeit für unsere Kinder greifbar, allerdings nicht zum Spielen und zum Entdecken, sondern bloß als Sicherheit. Zum Spielen ist ab heute unsere Kindergärtnerin da.

Auch heute wird es wieder nur eine halbe Stunde sein, die wir hier verbringen. 5 Minuten vor Schluss, gehen die Mütter mal – unter großer Verabschiedung – hinaus. Wir üben das Alleine-im-Kindergarten-bleiben! Was kein Problem ist, da wir ja nach 5 Minuten wieder kommen und freudig „Abgeholt“ rufen. Das Problem ist auch heute eher wieder, das Baldige „nach Hause“ gehen.

Sanfte Eingewöhnung oder doch ein wenig übertrieben?

Tag Nummer 3 ist überhaupt enttäuschend – Mini geht in die Gruppe, Mama verabschiedet sich für 15 Minuten, Mama kommt zurück, „Abgeholt“… Kind plärrt, weil man sich in 15 Minuten ja nun nicht mal richtig für ein Spiel entscheiden kann.

Langsam denke ich mir, dass diese Eingewöhnung doch seeeehr sanft ist. Wenn das in diesem Tempo weitergeht, sind wir bis Weihnachten nicht fertig… Nun ja.

Tag 4 und 5 sind es dann doch immerhin eine halbe Stunde, die Mini in der Gruppe verbringt und sich die Mama in die Kaffeeküche des Kindergartens verzieht.

Im Kindergarten ist es schön!

Die Kleine wird beim Abholen immer von der Kindergärtnerin gelobt, die Eingewöhnung läuft gut. Auch ich fühle mich im Kindergarten sehr wohl. Sitzt man in der Kaffeeküche, hört man draußen die Kinder quatschen, lachen oder auch weinen. Man hört die Kleinen wie sie zum Frühstück gehen und der Tag im Kindergarten für sie beginnt. Und man hört vor allem auch, wie die Kindergärtnerinnen mit den Kindern umgehen! Nicht jede weiß, dass da eine Mama in der Kaffeeküche sitzt und ihnen zuhören kann!  Es ist eine wirklich nette Atmosphäre und ich denke beruhigt, dass meine Kleine hier sehr gut aufgehoben ist.

Und wenn dann doch einmal geweint wird?

Nach dem Wochenende gibt’s beim Bringen die ersten Problemchen. Heute mag Mini nicht in den Gruppenraum gehen und quengelt ein bisschen. Trotzdem, Mama muss sich verabschieden, auch wenn ich eigentlich den Wunsch verspüre, mein Mädchen hochzunehmen und zu trösten. Aber damit würde ich ihr wohl nichts Gutes tun. Also unterdrücke ich meinen Wunsch und gehe auf meinen Platz in der Kaffeeküche. Einerseits froh, dass der Gruppenraum der Krippe doch so weit entfernt ist, dass ich sie nicht weinen höre – falls sie noch länger weint, andererseits aber doch genau deswegen beunruhigt.

Tja, so sitze ich jetzt hier, warte, dass die unglaublich lange Stunde die sie heute bleiben „muss“, ENDLICH vorübergeht und ich mein kleines Baby wieder holen kann!

Ging es Euch beim Start in Krippe oder Kindergarten ähnlich? Was habt Ihr so erlebt? Wie war die Eingewöhnungsphase?

 

Liebe Grüße und einen guten Start

wünscht Euch, Eure Iphigenia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





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